Molkeaustritt auf der L207: Feuerwehr verhindert Schlimmeres
Der Donnerstagmorgen begann in Lamprechtshausen eigentlich ruhig. Doch kurz nach halb zehn änderte sich das Bild auf der L207 schlagartig. Ein Druckfass verlor wegen eines defekten Anschlusses mehrere tausend Liter Molke. Die weiße Flüssigkeit ergoss sich über die Berndorfer Landesstraße und lief rasch Richtung Entwässerungsgraben. Die Feuerwehr rückte sofort aus und übernahm den Einsatz „Molkeaustritt auf der L207“.
Schon bei der Anfahrt bemerkte die Mannschaft die breite, milchige Spur auf dem Asphalt. Die Molke hatte sich bereits ihren Weg in den Graben gesucht und gerann dort zu einer dicken Schicht. Der Einsatz verlangte rasches Handeln. Niemand wollte, dass die Masse in ein Fließgewässer gelangt. Die Einsatzkräfte sprachen sich deshalb direkt mit dem Journaldienst der Bezirkshauptmannschaft ab und legten mehrere Sperren an. So stoppte das Team den weiteren Abfluss und sicherte die Umgebung.
Ein Spülwagen aus der Region traf wenig später ein und nahm die Arbeit auf. Das Gerät saugte den Großteil der Molke aus dem Graben heraus. Die Feuerwehr blieb währenddessen vor Ort und kontrollierte jede Stelle. Anschließend folgte eine gründliche Spülung. Mehrere tausend Liter Wasser spülten den Graben frei und lösten die restlichen Rückstände. Das Wasser sammelte sich an einer weiteren Sperre, und das Team saugte es erneut ab. Schritt für Schritt verschwand die weiße Brühe aus dem Gelände.





Der Einsatz dauerte rund dreieinhalb Stunden. Die Mannschaft arbeitete konzentriert, ruhig und ohne Hektik. Gegen Mittag kehrte auf der L207 wieder Normalität ein. Nur ein leichter Geruch erinnerte noch an den ungewöhnlichen Vorfall dieses Vormittags.
Im Einsatz standen:
- Feuerwehr Lamprechtshausen mit MTFA, RLFA2000 und TLFA4000 sowie 15 Mann
- Polizei mit einem Fahrzeug und zwei Mann/Frau
- Bezirkshauptmannschaft Salzburg Umgebung
- Gewässerschutz der Landesregierung Salzburg
Einsatzleiter war OFK HBI Lamprechtshausen.

